







Die Erwartungshaltung ist relativ hoch, denn Hard Fi werden in der Visions durch ganzseitige “Werbungen” gepusht und sogar die Plattenfirma mit dem Namen Necessary Records rühmt die Band auf dem CD-Cover mit den Worten “Another Necessary Record” – welch Wortspiel.
Mit einer halben Stunde Verspätung beginnt das Konzert, doch wo ist die Vorband?!? 18 Euronen für ein Konzert und dann ist nicht mal eine Vorband am Start?!? Erster Minuspunkt! Im Großen und Ganzen kann man jetzt schon vorweg nehmen: Es war ein relativ durchschnittliches Konzert. Schade ist, dass einige Keyboard-Elemente teils vom Band mitgelaufen sind. Der hauptsächliche “Keyboardsound”, der auch gerade den Liedern das gewisse Etwas verleiht, wird jedoch live gespielt. Witzig daran ist, dieser Sound kommt nicht von einem normalen Tasteninstrument sondern aus einer Harmonika – diese kann aber nach einiger Zeit tierisch nerven.
Vor allem das White Stripes-Cover Seven Nation Army, das man erst nach einiger Zeit überhaupt erkennt, wird durch diese Harmonika-Soli künstlich in die Länge gezogen und spätestens jetzt würde man am liebsten dieses Gerät in den Müll kicken! Traurig, aber so werden Konzerte auf Kosten wirklich guter Stücke verschandelt. Muss das sein?!?!
Eines muss man Sänger Richard Archer jedoch zu Gute halten, die Songs wurden sehr inbrünstig und mit einer großen Hingabe dem Publikum entgegengeschmettert. Doch wo ist dieser geniale britische Akzent, den Herr Archer bei seinen Ansagen hat und der in den Songs total untergeht?
Einigen Besuchern war der Bandleader auch zu arrogant, jedoch stellt sich hier die Frage, in welcher Weise diese Arroganz vielleicht sogar zum Coolnessfaktor beitragen soll. Ansonsten wurden die Songs wie natürlich “Cashmachine” und “Hard To Beat” heruntergespult und nach einer guten Stunde war dann auch Schluss. Schade, irgendwie hätte man mehr erwarten können…
(Dennis Peter)
26. Februar 2006 | Kategorie KONZERTBERICHTE | Kommentar abgeben (0)








Drei Meter Schnee, minus 20 Grad Celsius, mitten in der Nacht, umringt von endlos vielen Bäumen, deren Äste von auf ihnen angesammelten Schnee ihre Häupter neigen. Allem Anschein nach befinden wir uns in den Tiefen des Bayerischen Waldes. Das Bild gleicht einem typischen Kalender – und doch ist es ganz anders an diesem Abend.
In einem Gasthaus in Frauenau wird heute die Temperatur auf jamaikanisches Niveau gebracht und die passende Musik ist auch schon gefunden. Ska ist an diesem Abend angesagt. Die CD Release Party von Skakalak und ihrem neuesten Werk namens 19111 Radio Tower.
Der Ort des Geschehens ist das Gistl. Über den Daumen gepeilt versammelten sich um die 300 Freunde des Skas, um ihm zu huldigen. Die Bühne, auf der sich während des Konzertes die elf Bandmitglieder (das zwölfte Mitglied musste verletzungsbedingt passen) tummelten, schien aus allen Nähten zu platzen, wie auch das Gistl selbst – Ausverkauft.
Geteilt wie das Set der Combo, teilte sich auch das Publikum in jene Fraktion, die sich dem Motto – 1, 2, beweg deinen Körper – und in die Fraktion, die dem gemütlichen Kopfnicken die Ehre gab. Das erste Set bestach darin, dass die neuesten Lieder zum Besten gegeben wurden, wobei auch einige Live-Premieren dabei waren. Als wäre ein gewaltiges Bläser-Sextett nicht bereits genug, so wurden auch noch zu den Klängen von “Wood in da Roots” Motorsägen in das Programm mit eingebaut – klang komisch, war aber geil!
Man hätte meinen mögen, die Band könnte in die Zukunft sehen und hat wegen der Sauna-Temperaturen eine Pause zum Verschnaufen und zum Lüften eingelegt, um im zweiten Teil auf ein wie neu belebtes Publikum zu stoßen. Deutlich mehr Anwesende entdeckten nun den Drang danach, sich körperlich zu betätigen und tänzerisch aktiv zu werden. Alte Klassiker wie “Vallegrande ‘67″ gaben den tanzenden Party-People neuen Schwung, um die zweite Runde zu überstehen.
Nach zahlreichen Zugaben und so manchen Coversongs wurde die Band dann endgültig vom Publikum entlassen, nicht ohne mit ihnen im Anschluss einen gelungenen Abend zu feiern. Dabei hat sich herausgestellt das einerseits Ska im Bayerischen Wald im tiefsten Winter schwer vorstellbar ist, aber offenbar prima funktioniert. Zum anderen ist bestätigt worden, dass Skakalak eine Live-Band ist.
Prädikat: Empfehlenswert!
(Matthias Baumgartner)
28. Januar 2006 | Kategorie KONZERTBERICHTE | Kommentar abgeben (0)








Nach etwas längerem hin und her, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen, das Konzert der Foo Fighters im Münchner Zenith zu besuchen.
Restlos ausverkauft begann das Konzert mit zwei Supports, zum einen mit Ryu Coalition und zum anderen mit The Secret Machines. Ryu Coalition möchte ich als eine Mischung zwischen AC/DC und Turbonegro beschreiben… Naja, jedenfalls kommt es dem ganzen, denke ich, ziemlich nahe und auch andere Konzertbesucher waren hier meiner Meinung. Für jeden der auf “Schweinerock” steht, ist diese Platte aber sicherlich zu empfehlen.
Bei The Secret Machines ist eine Zuordnung schon etwas schwieriger. Trance-, Prog-, Psychadelic-, Garagerock? Jedenfalls etwas schwierigere Kost, wenn man von der Band nichts kennt – wie ich gestehen muss.
Dann der Hauptact – die Herren Foo Fighters! Zu Beginn gleich die erste und gleichnamige Single des Albums “In Your Honor” und Dave Grohl und seine Jungs hatten das Publikum in der Hand. In gewohnter Manier entertainte Dave und sorgte für eine richtig geile Stimmung.
Ein aufwendiges Bühnenbild das mit hunderten Leuchtdioden und zwei Videoscreens gestaltet war, ist ebenso nennenswert wie der perfekte Sound der geboten wurde.
Eine geniale Mischung aus alten und neuen Songs wurden dargeboten und die Stimmung kochte. Bei einem Song – Cold Day In The Sun – erinnerte Dave an alte Zeiten und setzte sich selbst an die Drums während Tylor Hawkins die Vocals übernahm.
Im Großen und Ganzen ein gelungenes Konzert, auch wenn ich persönlich das Gefühl hatte, dass die Show am Frequency um einiges besser war.
(Dennis Peter)
26. Januar 2006 | Kategorie KONZERTBERICHTE | Kommentar abgeben (0)