








Auch dieses Jahr öffnet das Passauer Pfingst Open Air wieder seine Pforten in der wunderschönen Granitstadt Hauzenberg. Bereits zum 28. Mal erwartet das Festivalpublikum vom 29. – 31. Mai ein abwechslungsreiches Line-up mit 21 Bands der internationalen Extraklasse aber traditionell auch regional bekannten Größen, die per Voting und Bandcontest bestimmt werden. Zudem wird auch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm geboten sowie die einmalige “Passau-Atmosphäre”, für welche die rund 7000 Festivalfreunde Jahr für Jahr in den Bayrischen Wald pilgern.
Die diesjährigen bisher bestätigten Headliner sind Blumentopf, die Stereo MCs und La Vela Puerca, weitere Top-Bands stehen schon in der Warteschlange! Außerdem gibt s Sound von den Kilians, Jamaram, Bosse und den Gloria Cycles, obendrauf setzt es von Guadalajara, Rainmann und Snaretom, The Hemoriders und The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra auf die Ohren.
Karten für das Festival sind ab sofort für 40 + 5 Euro erhältlich.
Das sind zwar 5 Euro mehr als wir noch im Dezember berichteten, aber die Kalkulation ist wie immer knapp, und es wird das Bestmögliche für euch rausgeholt. Hintergründe zur Organisation und Geschichte des POA gibt es in unserem letztjährigen Podcast mit einer der Hauptorganisatoren, Kathi Rauecker.
Wir sehen uns beim nächsten Pfingstopenair!
http://www.pfingstopenair.de/
http://www.proli-passau.de/
6. März 2009 | Kategorie NEUIGKEITEN | Kommentar abgeben (0)








Sie machen “Electro Rap Trash Hiphop”, sie kommen aus Tunzenberg und sie veröffentlichen demnächst ihr neues Album “An der Grenze zur Geschmacklosigkeit”. Die Rede ist von null8sprachrohr und seinen Protagonisten Fräsch, Frank Freitag und DJ Fleischberg.
Als Veranstaltungsort für die Album-Release-Party wurde der “Brauereikeller” in ihrem Heimatort auserkoren, neben null8sprachrohr selbst erscheinen zusätzlich Doppel D, Wurzl E und Senor Goofy auf der Bühne.
Für alle reiseunlustigen Städter gibt es jedoch auch zusätzliche Gigs in Regensburg (Alte Mälzerei, 19.03.), Deggendorf (Vinyl, 20.03.) und Pfarrkirchen (Bogaloo, 21.03.), wiederum mit Doppel D und Wurzl E sowie weiteren wechselnden Lokalgrößen.
Der Grundfunk empfiehlt dringend den Besuch eines der Konzerte!
http://www.myspace.com/null8sprachrohr
3. März 2009 | Kategorie VERANSTALTUNGEN | Kommentar abgeben (0)








Samstag 7.2.2009, Wiesbaden 15.00 Uhr. Aufgeregt wie lange nicht mehr und wie ein kleines Kind freue ich mich seit Wochen auf diesen Tag. Ska-P spielt in Oberhausen mit sechs Vorbands. Nach gut zwei Stunden und einer während der Fahrt abgebrochenen Antenne kommen wir an der Turbinenhalle an. Wow, viele Leute, aber wie so oft alles friedlich.
Einlass 17.00 Uhr, Beginn 17.30. Die erste Band, Dawson’s Crack, verpasst weil der Einlass zwar nicht ewig gedauert hat, aber das System, zumindest mir, etwas unbekannt und daher komisch vorkam. Rechts und links vermeintliche Tore mit „Umtauschtickets, CTS, Eventim“-Zetteln drüber und eins in der Mitte, in das aber irgendwie nur wenige Leute reingehen. Ich, weil ein normales Ticket in der Hand, zum Tor in der Mitte. „Erst Bändchen holen!“ „Bändchen? Für’n Konzert?“ Na gut, also zum linken Tor gedrängelt, Bändchen geholt und wieder rausgequetscht. Jetzt kann man rein. Nächste Station, Bier holen. Aber man benötigt Bons, kein Bargeld an allen Ständen. Also Geld in Bons getauscht. Erster Schluck Bier, jetzt ist man angekommen. Geiler Laden: große Halle, verwinkelt, viele Ecken, „Balkone“, hier ein Raum, da ein Raum (in dem es gefühlte 12° hatte). Ein Typ liegt in der Ecke und hört Musik, scheint aber zu pennen. Später ziert ihn ein Schild auf dem „Schlafen für den Weltfrieden“ steht. Ja, hier geht heute Abend was.
Die zweite Band spielt, Los Placebos. Guter Auftritt, nichts weltbewegendes, aber sicherlich mit dem Bonus ausm Pott zu kommen. Die Menge vor der Bühne ist begeistert und feiert ordentlich mit. Danach Wisecräcker. Der Sänger spielt, wenn er nicht singt, Saxophon. Cool. Ne Nummer härter als Los Placebos, und das ein oder andere Lied ist auf Spanisch. Teilweise etwas schwierig wenn keiner mit spanischer Muttersprache Spanisch singt. Trotzdem netter Auftritt. Die Spielzeiten bisher immer eine halbe Stunde, viertel Stunde umbauen, neuer Soundcheck. Das ging hier Schlag auf Schlag. Viel Zeit zum durchatmen blieb nicht.
Irie Révoltés als nächste. Die erste Band diesen Abend, die ich näher kenne. Routiniert wie immer spielen sie ihr Set runter. Hip Hop, Reggea, Ska, Dancehall. Tanzbar, mal schnell mal langsamer, sehr sehr schön. Ich werde durch einen sich immer wiederholenden Schubs in den Rücken penetriert, bis ich mich umdrehe um zu fragen was los sei. Wie die Band den heiße? So kann man sich also auch Informationen beschaffen, na ja. Einziges Manko an dem Auftritt. Die Jungs spielen das Stück „Ska“ neuerdings in der schnellen Version. Aber Gott was soll’s.
Rantanplan kommen auf die Bühne und eröffnen mit „Alles wird Pop“ ihren Auftritt. Es tanzen mehr Leute und es wird rauer. Es folgen Stücke wie „Staub“, „Unbekanntes Pferd“, „Sissy“, „Thu den Ska“ und „Hallo, Hure Hamburg“. Hatte die Band vorher leider noch nie live gesehen, daher meine Erwartungen wohl zu hoch. Allerdings war der Sänger an dem Abend auch nicht der Text sicherste.
Es wird später und man merkt die allgemeine Vorfreude. Als letzte Vorband ist die Sondaschule dran. Ich stell mich etwas an die Seite und schau mir das Treiben an. Man hätte fast meinen können, Sondaschule tritt als Hauptact auf. Sehr umfeiert und dementsprechend heiß wird es in der Halle. Dazu aber später mehr. Sie spielen ihre Hits, singen irgendein Lied, bei dem es sich um den Pimmel vom Sänger dreht und gehen nach einer dreiviertel Stunde und nach ein paar Zugaben von der Bühne.
Massenbewegungen vor der Bühne und dem ersten Drittel. Es ist voll, sehr voll. Ausverkauft (angeblich knapp 4000 Leute). Die Lichter gehen aus, das Intro fängt an. Jubel, riesen Jubel. „Ni Fu Ni Fa“ das erste Lied. Direkt volle Power, wie die nächsten zwei folgenden Stunden. Hat das Publikum eine Ausdauer, und das nach diesem Lineup vorher – Wahnsinn! Pipi, der Showman von Ska-P, in vertrauter Rolle mit seinen passenden Verkleidungen zu dem einen oder anderen Lied. Pulpul, der Sänger, mit Ansagen die zu verstehen fast unmöglich waren. Passend zu den ersten Zeilen von „Legalization“ fallen die Lautsprecher aus. Es sind nur noch die Monitore auf der Bühne an. Man sieht verwirrte Gesichter auf der Bühne, die merken, dass etwas nicht stimmt. Die Menge singt zwar mit, geht aber nicht so ab wie sonst. Die ersten Pfiffe aus dem hinteren Teil der Halle. „Das ist ja wie unplugged“ hör ich jemanden rufen. Dreiviertel des Liedes vergehen bis die Boxen wieder anspringen. Alle jubeln, die Band hört auf zu spielen und fängt, nachdem der Sänger irgendwas gesagt hat, noch mal von vorn an. So muss es sein. Das Publikum explodiert auf ein Neues. Und es regnet – Schweiß. Ich bekomme einen Tropfen auf den weißen T-Shirt-Ärmel. Ich schaue runter und sehe einen Fleck, dessen Farbnuancen sich zwischen dunklem uringelb und rostbraun befinden – widerlich! Um eins ist dann aber Schluss und die Band lässt sich zum Outro feiern und feiert vielmehr auf der Bühne mit. Auch das sieht man selten.
Zu sagen bleibt nur, dass man wie auf Wolken aus der Halle ging. Nein, das lag nicht an berauschenden Mitteln, und auch nur zur Hälfte an den Bands, vielmehr aber an den geschätzten Millionen Plastikbechern die schier überall zu liegen schienen.
(Gerrit)
http://www.ska-p.de
http://www.ska-p.com
24. Februar 2009 | Kategorie KONZERTBERICHTE | Kommentar abgeben (0)